Der neue KETO-Blick

Der neue „KETO-Blick“ – was dahintersteckt!

 

„KETO-Blick ist ein exklusiver Service für Kunden von Spezialfutter Neuruppin. Ziel ist ein verlässliches Ketosemonitoring bei Milchkühen im geburtsnahen Zeitraum. KETO-Blick wird immer im Rahmen der Routinediagnostik angewandt.“

 

Bis heute ist es ein Problem, die Wahrscheinlichkeit, dass bzw. welche Milchkühe an Ketose erkranken, hervorzusagen. Dabei ist Ketose die am häufigsten vorkommende Stoffwechselerkrankung bei Kühen, die immer mit einem Anstieg von Ketonkörpern im Blut einhergeht und i.d.R. dann auftritt, wenn der Energiebedarf die Energieaufnahme über einen längeren Zeitraum übersteigt - eine negative Energiebilanz entsteht.

Was ist „neu“ an KETO-Blick?

Um schneller und gezielter auf mögliche Ketoseerkrankungen reagieren zu können, unterscheidet KETO-Blick drei „Kuhtypen“ im Umgang mit einer negativen Energiebilanz p.p. (nach Prof. Döpfer, University of Wisconsin in Madison/USA)

 

Grafik Kuhtypen

 

Das System KETO-Blick teilt Milchkühe im Rahmen eines Warnsystems in bestimmte Kategorien. Auf Basis dieser Einteilung werden dann durch Ihren Hoftierarzt gezielte Maßnahmen ergriffen, um die Krankheit zu verhindern bzw. ihren Verlauf zu verbessern.

Je nachdem, in welchem Lebensabschnitt sich die Kuh gerade befindet, werden unterschiedliche Schritte durchlaufen, um den korrekten Status der Kuh zu bestimmen. Die nachfolgende Übersicht zeigt vereinfacht die einzelnen Vorgehensweisen:

 

Grafik Übersicht Lebenszyklus und Maßnahmen

 

Aus dieser Grafik lässt sich ableiten, dass im Rahmen der Routinediagnostik und mit Hilfe des Warnsystems schon vor der Kalbung eine Aussage darüber getroffen werden kann, welche Kühe wie stark an einer Ketose erkranken werden oder ob sie im Optimalfall gesund bleiben. Dies ermöglicht eine gezielte und rechtzeitige Behandlung der Tiere. Insgesamt führt dies zu einer verbesserten Energiebilanz der Einzelkuh und zu einer Statusverbesserung in der gesamten Herde. Zudem können Folgeschäden wie z.B. die Reduzierung der Milchmenge, eine verminderte Fruchtbarkeit oder Stoffwechselprobleme vermieden werden. Denn treten diese negativen Effekte auf, kosten sie wiederum Geld, Zeit & Personal.

Im Normalfall lässt sich nämlich erst ungefähr um den 5. Laktationstag erkennen, ob ein Tier an Ketose erkrankt ist. Dann ist es i.d.R. schon zu spät, um den Verlauf der Krankheit in Zusammenarbeit mit dem Hoftierarzt positiv zu beeinflussen.

Abschließend lässt sich sagen, dass KETO-Blick ein Zusammenspiel diverser Faktoren ist: angefangen beim professionellen Futterbau über die Silierung, die Rationsgestaltung und – kontrolle, Milch- und Blutproben zur Früherkennung bis zur Auswertung des Stoffwechselprofils mit Landwirt, Tierarzt und Berater. Letztendlich beeinflusst jede dieser Stationen im Fütterungsprozess einer Kuh die Kategorie, in die eine Kuh eingeordnet wird und somit die entsprechenden Maßnahmen, die zur Bekämpfung und Eindämmung von Krankheitserscheinungen abgeleitet werden. Gerade in diesem Zeitraum ist dann auch darauf zu achten, dass hochverfügbare Futtermittel eingesetzt werden. (-14 Tage vor dem Kalben bis ca. 30-50 Tage nach dem Kalben).

Für weitere Informationen und bei Fragen zu „KETO-Blick“ stehen Ihnen unsere Fachberater sehr gern zur Verfügung: https://sn-neuruppin.de/ueber-uns/team