Die Wasserversorgung bei Pferden

Wasser ist ein lebensnotwendiger Nährstoff. Die gesamte Stoffwechselfunktion kann nur durch eine ausreichende Aufnahme von Wasser gewährleistet werden. Ein Wassermangel führt schnell zu einem Leistungseinbruch oder zu Verdauungsstörungen. Der Wasserbedarf eines Pferdes ist von der Körpergröße, Umgebungstemperatur, dem Alter und Gesundheitszustand sowie vom Futter abhängig. Bei einem ausgewachsenen Pferd beträgt dieser je nach Leistungsbeanspruchung und Witterungsverhältnissen 4 - 10 Liter pro 100 kg Lebendgewicht pro Tag. Pferde, die sich hauptsächlich von frischem Weidegras ernähren, können dadurch bis zu 85% ihres Wasserbedarfs abdecken, sie benötigen trotzdem zu jeder Zeit Wasser zur freien Verfügung.

Pferde sind Saugtrinker; sie ziehen Wasser in großen Zügen ein und schlucken dieses unter Kaubewegungen runter. Dabei pressen sie die Ober- und Unterlippe zusammen und es bildet sich eine kleine Öffnung, durch die das Wasser gelangt. Es wird empfohlen, Tränken nicht zu weit oben anzubringen, da die natürliche Haltung des Pferdes beim Trinken nach unten gestreckt ist. Ein Wassermangel entsteht beispielsweise durch eine unzureichende Qualität des Wassers, eingefrorene, verschmutzte oder scharfkantige Tränken aber auch durch eine falsche Wassertemperatur, unzureichenden Druck auf den Leitungen oder Magenprobleme. Besonders die Wassertemperatur ist für Pferde sehr entscheidend. Sie bevorzugen angewärmtes gegenüber eiskaltem Wasser. Am liebsten trinken sie bei einer Wassertemperatur von etwa 9–12 Grad.

Was kann man also tun, wenn man bemerkt, dass das Pferd zu wenig trinkt? Besteht dieser Verdacht, sollte die Menge überprüft werden. Das gelingt am besten durch die Gabe des Wassers in Eimern. Die Wassermenge, die aufgenommen wird, ist von Pferd zu Pferd individuell. Es gibt Pferde, die grundsätzlich weniger trinken, besonders ältere Tiere haben damit ein Problem. Aber auch durch heiße Temperaturen nimmt das Durstgefühl bei Pferden ab und es kann zu Koliken kommen.

Pferde sollten in diesem Fall zum Trinken animiert werden. Das kann zum einem durch einen Eimer in der Box anstatt einer Selbsttränke gelingen aber auch Elektrolyte im Futter können das Durstgefühl der Pferde anregen. Um ihnen zusätzlich Flüssigkeit zuzuführen, können auch sehr flüssiges Mash oder gut eingeweichte Heucobs zugefüttert werden. Dazu eignen sich die Ruppiner Wiesencobs oder das Omegalin-Mash sehr gut. So nehmen die Pferde zusätzlich noch einige Liter auf. Besonders bei Hochleistungspferden muss auf eine ausreichende Versorgung mit Wasser und Elektrolyten geachtet werden. Durch starkes Schwitzen verlieren die Pferde mit dem Schweiß die lebensnotwendigen Elektrolyte. Vor allem in den heißen Monaten oder auch bei Durchfall tritt ein Wasser- und Elektrolytverlust auf. Unterstützend kann hier die Gabe von Ergänzungsfuttermitteln zum Ausgleich der Elektrolytbilanz sein. Ruppiner Pferdefutter hat hier das Produkt EQUI-LYT, zum Auflösen im Wasser entwickelt. Es empfiehlt sich die Fütterung über 1-3 Tage bei Hitze oder erhöhter Bewegungsintensität. Zudem sollte Wasser jederzeit zur freien Aufnahme zur Verfügung stehen.

Kontrollieren sie also täglich die Sauberkeit und Funktion der Selbsttränke und achten sie immer auf eine hochwertige Qualität des Trinkwassers für ihr Pferd. 

Merke:

  • Aus Behältern wie beispielsweise Eimern wird mehr getrunken als aus Selbsttränken
  • Um den Wasserbedarf bei einem Pferd, was zu wenig trinkt, decken zu können, helfen ein Eimer in der Box, Elektrolyte, flüssiges Mash oder gut eingeweichte Heucobs
  • Der Wasserbedarf von Pferden ist je nach Leistungsbeanspruchung, Größe, Alter, Umgebungstemperatur, Futter etc. individuell und liegt zwischen 20 und 80 Liter pro Tag

 

Foto: Rebecca Schönbrodt-Rühl // pixabay